Dienstag, 11. Juni 2013

Cultureshock or sterotypes?

Samstag, 08.06.2013, Berlin, 12:00. Bordkarten sind gedruckt, Gepäck und dazugehöriger Passagier sind eingecheckt. Ich sitze im Flugzeug, neben einer freundlichen, älteren, asiatischen Dame und einer noch freundlicheren, noch älteren anderen asiatischen Dame. Wie ich annehme, dürfte Letztere die Mutter der ersten Dame sein und beide sitzen bestimmt nur nicht nebeneinander, weil ich bei der Sitzplatzwahl beim Buchen aus Versehen auf den Mittelplatz, anstatt den Fensterplatz geklickt habe. Aber dafür gibt es ja das schweigsame gegenseitige Dauerlächeln. Take Off. Kein Zurück mehr. Whoohoo! Schottland ich komme.

Mit kurzem Zwischenstopp in Amsterdam geht's erstmal nach Glasgow und von da aus mit dem Bus nach Stirling. Wer schonmal Aufnahmen von Glasgow gesehen hat, kennt das eigenwillige Bild aus alten Gebäuden aus dem 19. Jhd. zwischen denen sich blockartige Gebäude aus dem urban renewal Projekt der 60er Jahre emporstrecken. Doch wenn man vom Flughafen aus Richtung Innenstadt fährt, sieht man zuerst die Landschaft hinter der Häuserfassade und es wirkt fast so als ob die Hügellandschaft Schottlands Einen wie ein Ring umschließt.

Die Fahrt nach Stirling ist kurz; knappe 40 Minuten. Ich betrete das Gebäude des Stirlinger Bus-Bahnhofs um mich auf der ausgehängten Wandkarte zu versichern, dass ich mir vorher auch den richtigen Fussweg herausgesucht habe. Es riecht nach Diesel und Frittierfett.

Der geplante Weg stimmt, nur meine Richtung nicht. Nach 10 Minuten ratlosen Herumstehens und Kartenlesens an einer Straßenecke spricht mich ein hilfsbereiter, tätowierter Schotte in speckigem Unterhemd freundlich mit "Lost, are ye?" an und weist mir den Weg in die Barnton Street.

Auf meinem Weg durch die Innenstadt meines neuen "zu Hause" begegnen mir wesentlich mehr Touristengruppen als ich erwartet hätte, von denen sich jede Dritte lauthals auf deutsch unterhält.

Welcome to Scotland!

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