Donnerstag, 11. Juli 2013

"The only art school in the world where the building is worthy of the subject"

Da stand ich Freitag nun also vor dem, von Charles Rennie Mackintosh designten, Gebäude der Glasgow School of Arts. Und war irgendwie nicht beeindruckt. Klar, schon ein tolles Design. Aber wieso von dem Gebäude so geschwärmt wird entging mir in dem Moment. Das sollte sich noch ändern.

Man erfährt als unbedachter Fußgänger das Mackintosh-Gebäude der GSA nicht richtig. Man darf es nicht einfach nur von der Straßenebene aus anstarren. Man muss es aus der Distanz sehen. Man muss es von oben betrachten. (Dafür werden einem netterweise im angrenzenden Shop/Museum Modelle zur Verfügung gestellt.) Man muss es durchstreifen und seine Einrichtung auf sich wirken lassen (Dafür werden Führungen angeboten). Und natürlich muss man in seiner Bibliothek gestanden haben. Aber zu der komme ich gleich.

Erstmal musste ich eines der Seitengebäude betreten, denn die Bibliothek im Mackintosh-Gebäude ist nicht einmal für die Studenten zugänglich. An der Tür begrüßte mich meine Führung für den heutigen Tag, die charmante Jennifer. Jennifer ist, nach abgeschlossenem Bachelor in Bibliothekswissenschaften, selbst gerade dabei an verschieden Bibliotheken kleinere Praktika zu machen und sich auf ihr weiterführendes Studium vorzubereiten. Da kam natürlich sofort die mir allseits bekannte Frage auf: "At which university are you studying?" Zum Glück wurden mir ähnliche Fragen ja schon seit vier Wochen gestellt und ich bin mittlerweile geübt darin Briten das deutsche Ausbildungssystem zu erklären.

Im Lesesaal des Bibliotheksgebäudes hatte Jennifer ganze Tischreihen, mit Besonderheiten aus dem Raritätenbestand, für mich gefüllt und ich war von den Socken. Da war zuerst einmal der übernommene Bestand an Design- und Musterbüchern von Stoddard International, früher einmal einer der größten Teppichhersteller auf der Welt. (Die Firma hat u.a. die kompletten Teppiche für die Titanic designed und hergestellt.) Diese Bücher wurden als Inspirationsquelle für neue Designs genutzt und quollen nur so über von zusammengesammelten Zeichnungen aus den verschiedensten Ländern, vor Allem aber Japan und China.

Die anderen Objekte (man muss sie als solche Bezeichnen), die Jennifer für mich herausgesucht hatte waren Kunstbücher. Nein, keine Bücher über Kunst, oder mit Kunstdrucken oder Ähnlichem. Es waren Bücher als Kunstwerke. Oder waren es Kunstwerke, die man wie Bücher lesen soll? Das war manchmal schwer zu unterscheiden. Da waren ganz simple Sachen, wie handgebundene Notizbücher, deren Schnitt so bemalt wurde, dass es ein eigenes Bild ergab, während die Skizzen auf den einzelnen Seiten mit diesen Randzeichnungen verschmolzen. Oder so Abstraktes wie eine Box mit einem kleinen Glas, in dem sich ein Pferdehaar, ein Stein und ein Stück Holz befand, und einigen kleinen Heftchen, die exakt beschrieben, wo der/die Künstler/in diese Materialien gesammelt hatte. Sind die Hefte das Buch und das Glas Anschauungsmaterial? Oder soll nicht viel eher der Inhalt des Glases gelesen werden und die Hefte fungieren hier nur als Anmerkungen?

Wie man solche Bücher entsprechend katalogisiert ist ein Diskussionsthema für sich. RAK bringt da sicher wenig. Diese Bücher müssten bis ins Details beschrieben werden (Material, Bindung, exakte Inhaltsbeschreibungen u.ä.) und mit Bildern im Katalog versehen werden. Und wie macht man das mit der Restauration? Vor Allem, wenn Künstler selbst hergestelltes Papier verwendet haben? Da ist man sich in der GSA Bibliothek immer noch sehr uneinig, denn auf diesem Feld der Bibliotheksarbeit muss noch viel Forschungsarbeit geleistet werden. Falls also jemand mal in seinem zukünftigen Bibliothekswissenschaftsstudium eine gute Idee für eine Hausarbeit braucht...  

Zum Abschluss bot Jennifer mir noch an, mich durch das Innere des Mackintosh-Gebäudes zu führen und ich nahm freudig an. Die Eingangshalle ist gesäumt von kleinen Mosaiken großer Denker und in den Fluren stehen meisterhafte Statuen. (Ist das eine Kopie der Venus von Milo? Oh, und da hinten Laokoon und die Schlange!)

Die Bibliothek im Mackintosh Gebäude wird von braunschwarzem Holz dominiert und soll, laut gängigster Interpretation des Raumes, den Eindruck eines Waldes vermitteln. Tatsächlich war das auch das Erste an das Ich beim Betreten denken musste. Das lag jedoch eher daran, dass die Luft so stark von dem Holzduft gesättigt war, dass man den diesen immer in der Nase hatte, jedoch wiederum nicht so stark, dass er sich aufzwang. 

Da mir auch hier eigene Fotos verboten wurden, verweise ich an dieser Stelle lieber auf Bilder der Bibliothek, die so schon im Netz rumschwirren:

Von dieser umfangreichen Führung begeistert verabschiedete ich mich von Jennifer und nutzte den restlichen Tag für einen Abstecher ins Kelvingrove Museum am gleichnamigen Park. (Denn Beide sind einfach nur f**king awesome!)

Wer selbst mal einen Blick in den Bestand werfen will, oder sich einfach generell über die GSA informieren will, dem seien diese Seiten ans Herz gelegt: 

Mittwoch, 10. Juli 2013

Of old tomes and gramophones

Ich will ehrlich sein. Als ich zum ersten Mal gehört habe, dass Lydia einen Platz in der National Library of Scotland bekommen hat, war ich schon ganz schön neidisch! Eine Nationalbibliothek: Der Spielplatz in dem ein Bibliothekar noch richtig Bibliothekar sein kann und die Geheimnisse alter Zettelkataloge erforscht, sich durch kilometerlange Regale, mit längst vergessenem Bestand, kämpft, um am Ende triumphierend aus den dunklen unterirdischen Magazintiefen des alten Bibliotheksgewölbes, mit der gesuchten Rarität in der Hand, zurückzukehren. Na gut, das ist jetzt vielleicht eine etwas stark romantisierte Darstellung bibliothekarischer Arbeit, aber alleine die Vorstellung alter Bücher (geschweige denn Inkunabeln, von denen die NLS auch einige besitzt) reicht bei mir schon aus um das auszulösen. 

Am Donnerstagnachmittag durfte ich mir selbst ein Bild von der NLS machen, als mich Lydia und ihre Betreuerin Almut, die Leiterin der Musikabteilung, durch ihre heiligen Hallen führten.

Natürlich sind die Magazine mit dem Bestand nicht einfach so für Benutzer betretbar. Dafür ist die NLS mit Lesesaälen und entsprechendem Equipment ausgestattet, in denen die Nutzer brav das Buch, das sie nutzen möchten, im Katalog suchen und an der Theke bestellen. Fremde Bücher müssen ganz artig in gratis bereitgestellten durchsichtigen Plastiktüten (O ein kostenloses Souvenir!) vorgezeigt werden. 

Ich durfte von den Lesesaälen leider nur Ecken ohne Benutzer fotografieren. Das ist so Eine davon.



Doch genug von schnöden Lesegeräten für Mikromaterialien. Auf ins Magazin! Die Fahrstuhlanzeige ist zuerst ein wenig verwirrend. "Hä, ich bin doch durch die Vordertür gekommen, wieso steh'n wir denn im 13. Stock?" Nix mit Minusetagen! Der NLS wurde nach ihrer Gründung ihr eigenes Gebäude gebaut (im Zeitraum von 1938 bis 1956) und sie bekam in den 1980ern sogar noch ein Weiteres. Der Haupteingang ist auf der George IV Brücke gelegen und damit anscheinend tatsächlich 13 Etagen über der eigentlich Straße. Die Magazine befinden sich nur wenige Etagen tiefer.

Auf engstem Raum gepackt stehen die Magazinregale gerade so, dass entweder ein Mensch oder ein Buchwagen in die Lücken passt. (Wodurch sich ganz von selbst lustige Knobel und Puzzlespiele ergeben, wenn mal mehrere Leute an den Regalen arbeiten.) Stolz präsentierten mir Almut und Lydia eine kleine Auswahl an den Raritäten der Musiksammlung: Wie z.B. alte Programmhefte; Viktorianische Notenhefte mit kitschig bunten Titelblättern; Wachszylinder und eine überdimensionale Schellackplatte. Der Gang durch das Magazin offenbart dann auch gleich das nächste Spielchen, in dem man solange alle von der Decke ragenden Schnüre zieht bis man die gefunden hat die tatsächlich das richtige Licht an/aus macht.

In Lydias Büro steht dann auch tatsächlich noch ein alter Zettelkatalog... ach nein 'tschuldigung zwei... oder doch drei... und was sind das für kleine Bücher??? Almut weihte mich dann geduldig in die Funktionsweise und Zusammenhänge der einzelnen Kataloge ein. (Wovon ehrlich gesagt ziemlich wenig bei mir hängen geblieben ist, ich habe das ganze System nicht so ganz durchschaut.)

Nach einen kleinen Kaffeeklatsch schaute ich mir noch die (durchaus lohnenden) Ausstellungen in der NLS an und danach zeigte mir Lydia noch ein wenig die Stadt. Doch mein Eindruck von Edinburgh möchte ich für ein anderes Mal aufheben, denn am Samstag würde ich die Stadt erneut besuchen.

Ein Buch. Ein Sarg. Ein Grammophon.


Beeinflusst von der Führung durch die NLS, unterzog ich meine Vorstellung von bibliothekarischer Arbeit in einer Nationalbibliothek einer leichten Korrektur und verabschiedete ich mich von Lydia, in dem Wissen, dass sie auch morgen wieder die Geheimnisse alter Zettelkataloge erforscht, sich durch kilometerlange Regale, mit längst vergessenem Bestand, kämpft, um am Ende triumphierend aus dem dunklen unterirdischen Magazintiefen der alten Bibliotheksgewölbes, mit der gesuchten Rarität in der Hand, zurückzukehren.

All you need is law.


Der nächste Stopp auf meiner Wochentour war eine kleine Spezialbibliothek in der Anwaltskanzlei/Investmentfirma Turcan Connell

In den Vereinigten Königreichen gibt es nicht nur ein Rechtssystem, sondern drei: schottisches Recht, englisches Recht und nordirisches Recht. Das schottische Recht beruht, im Gegensatz zum englisches Recht, darauf, dass man sich auch auf alte Gesetze berufen kann um vor Gericht Recht zu bekommen. Deswegen sammelt die Bibliothek von Turcan Connell auch juristische Publikationen bis hin zum 18. Jhd, die für die Arbeit der Firma essentiell sein könnten.

Die Bibliothekarin der juristischen Spezialbibliothek verpasste mir einen kleinen Crashkurs in Rechtsgeschichte, in dem ich u.a. erfuhr, dass die frühere schottische Pflichtexemplarsbibliothek bis zur Gründung der schottischen Nationalbibliothek die sogenannte Advocates Library der Faculty of Advocates war und dass deren nicht juristischer Bestand dann auch in den Besitz der National Library überging. Die Faculty of Advocates bekommt allerdings weiterhin juristische Publikationen als Pflichtexemplare zugesandt. Die zweite wichtige juristische Bibliothek in Schottland ist die Signet Library der Society of Writers to Her Majesty's Signet.

Der Großteil der zu leistenden Arbeit in dieser Bibliothek ist tatsächlich die Recherche für Mitarbeiter. Diese streckt sich bis hin zu solchen Fragen wie: "Warum laufen auf Grundstück X die Eisenbahngleise durch die Mitte, anstatt am Rand des Grundstücks?" Die fleißige Bibliothekarin sucht dann solange bis sie herausfindet, dass der Inhalt des Gesetzes Y aus dem Jahr Z dieses dem Grundstückseigentümer so erlaubt hat. Man sollte zwar meinen, dass ach-so-schlaue Anwälte ihre Recherchen selbst erledigen würden, aber gut zu Wissen, dass Leute, die keine eigenen Recherchen anstellen möchten immer einen Arbeitsplatz für unsereins schaffen müssen.

Nächster Halt: National Library of Scotland

Dienstag, 9. Juli 2013

Libraries on tape?

oder

How to Run a Television Media Library


[An dieser Stelle möchte ich darauf hinweisen, dass es mir nicht gestattet ist Bilder, der besuchten Einrichtungen, auf meinem Blog zu verwenden. Eure Vorstellungskraft muss euch leider genügen.]


Was machen Fernsehsender mit ihrem gesendeten Material? Die Antwort der sechziger und siebziger Jahre war leider: löschen oder überspielen. Erst mit den Achtzigern, als Kassetten für das Beta-Format immer günstiger produziert werden konnten, kam der Gedanke auf, so viel gesendetes Material wie möglich zu archivieren. Das braucht Platz. Und dann ist da noch das Problem mit dem Format. Bleibt man bei Beta oder doch lieber VHS? Oder lieber eines der in den Neunzigern aufkommenden Formate, wie die futuristisch benannte Laserdisk? Video-CD? DVD? Blu-Ray? Diverse magnetische Bänder? Digital?

Am Mittwoch hatte ich den ganzen Tag Zeit mir diese Fragen beantworten zu lassen, als ich langsam den Glasgower Hafen (Nein, das ist kein Pub im Rotlichtviertel) ansteuerte. Die "Bibliothekare" von STV und BBC Scotland  haben mich freundlich empfangen um ihr "geheimes Wissen" mit mir zu teilen. Interessant war das beide Fernsehsender darauf bestanden, dass es sich um aktiv genutzte Bibliotheken handelt, anstatt es als Archiv zu bezeichnen. Tatsache ist, dass die Medienbibliotheken der Sender stark von journalistischen Anfragen frequentiert werden.


Beta, besser als DVD?


Da STV sich großteilig durch Werbeeinnahmen finanziert und auch nicht wirklich als großer Fernsehsender bezeichnet werden kann, war es STV bisher noch nicht möglich eine digitale Bibliothek aufzuziehen. (Mir wurde versichert, dass sich das innerhalb der nächsten zwölf Monate ändern wird.) Das ganze Material wird auf Beta-Video-Kassetten gelagert. Die Ausstrahlungen erfolgen allerdings digital in einem HD-Format. Das heißt für die Mitarbeiter, die Material benötigen: rechtzeitig Bescheid geben, einlesen und ... warten. Denn Videobänder in ein digitales Format zu überspielen und umgekehrt dauert genau so lange wie sich das Material anzusehen. Es kann nur in Echtzeit überspielt werden.

Das neue Bild- und Tonmaterial kommt (meist) schon in digitaler Form von den Filmkameras und kann direkt am Rechner bearbeitet werden. Die sogenannten Rushes (das Rohmaterial für Nachrichtenbeiträge) muss beim Katalogisieren mit Timecode indexiert werden. Dazu müssen ALLE Rushes durchgesehen werden, auch wenn nur ein Drittel des gefilmten Rohmaterials als archivwürdig deklariert und so zusammen geschnitten wird. Natürlich bevorzugt jeder Sender seine eigenen Katalogisierungsregeln, aber mir wurde erklärt, dass diese sich in den meisten Fällen sehr nahe am Archivregelwerk für ISAD(G) bewegen.

Obwohl die Arbeit mit Beta-Kassetten durch das zeitaufwendige überspielen heutzutage viel zu umständlich ist, besitzt das Beta-Format eine erstaunlich gute Bildqualität und die aufgespielte Inhalte bleiben länger erhalten als bei VHS-Kassetten, DVDs oder Video-CDs.


Digital und dann trotzdem Band?


Das Gebäude der BBC Scotland ist von außen gesehen erstmal wenig interessant: ein riesiger Glasblock am Wasser, der geradezu "Bürogebäude" schreit. Innen begegnet einem allerdings erstmal ein anderer Eindruck. Eine gewaltige Treppe aus rotem Sandstein (für den die alten Glasgower Gebäude berühmt sind) türmt sich als zentraler Versammlungsplatz in der Mitte des Gebäudes auf. Diese wurde vom Architekten so designed, dass sie von oben eine ähnliche Ansicht vermittelt wie sein Lieblingshügel in Italien.

Alle Büroräume sind am äußeren Rand verteilt und deren Besetzung wild durcheinander gemischt um Kommunikation unter den Abteilungen zu fördern. Die Bezeichnung für die Mitarbeiter, die sich um die digitale Medienbibliothek kümmern ist Media Manager oder Media Coordinator, und die benötigten Skillsets für diese Jobs schreien geradezu nach FaMIs. Die Media Manager katalogisieren, so wie schon oben erwähnt, das gesamte digitale Bild- und Tonmaterial. Ja, BBC Scotland ist, im Gegensatz zum Rest der BBC, mit kompletter digitaler Medienbibliothek ausgestattet.

Alle Dateien liegen in diversen gängigen digitalen Formaten vor und der Player der Katalogs- und Verwaltungssoftware der BBC Scotland muss diese alle lesen können, um zum Katalogeintrag auch eine Vorschau liefern zu können. Weiterhin muss dieses System auch Schnittstellen für Bild- und Tonbearbeitungssoftware aufweisen. (Avid scheint wohl die am häufigsten genutzte Softwaresuite zu sein.)

Am wichtigsten war mir an diesem Punkt allerdings die Frage: Wie handhabt die BBC Scotland die Langzeitarchivierung für digitales Material. Nun, nachdem das aufzubewahrende Material zusammengeschitten wurde, wird es von den Festplatten auf sogenannte LTO-Bänder überspielt. Und zwar zwei mal! Falls mal ein Band irgendwie zerstört wird. Die Bandanlage ist ein eigener Raum, der strikt nur von einem Roboterarm bedient wird. D.h. sofern nichts schief geht: NO HUMANS!


Den Rest des Tages ließ ich dann eher gemütlich im Kelvingrove Park ausklingen.

Montag, 8. Juli 2013

When work equals leisure, it sure becomes pleasure

Schluss mit den Headquartern! Schluss mit Büroalltag! Schluss mit Lagerhallenfeeling und Kuchenüberdosis zur Teestunde! Es wird Zeit die Bibliothekswelt außerhalb des Stirlingshires näher zu inspizieren!

Freut euch auf die Posts der nächsten Tage in denen so spannende Fragen behandelt werden wie:
"Darf man noch Bibliothek sagen, obwohl es nicht um Bücher geht?"
"Was verbindet das Gebäude von BBC Scotland mit Italien?"
"Wen fragen Anwälte, wenn sie selbst keine Ahnung von Gesetzen haben?"
"Ist das die richtige Schnur?"
"Wann ist Kunst ein Buch und ein Buch Kunst?"
"Wo bleibt der Halbzeit(!!!)eintrag?"
"Isst man einen frittierten Mars-Riegel mit oder ohne Essig?"
und die natürlich allseits beliebte Frage
"I didn't quite get what it is you're doing. Are you a university student?"

Wie Friedrich Luft zu sagen pflegte: Gleiche Stelle. Gleiche Welle.


Sonntag, 7. Juli 2013

"Off the Page", yet still on photo

Das Stirlinger Buchfestival Off the Page läuft leider erst an, wenn ich zu Hause so langsam die Qual...äääh...Freuden des Lernens für die Abschlussprüfung kennenlernen werde. Das ganze Festival wurde von Bibliothekarinnen der Stirling Council Libraries hochgezogen und läuft gegen Ende parallel mit Veranstaltungen des Krimi-Buch-Festivals Bloody Scotland, in dessen Rahmen u.a. auch so Größen, wie Jo Nesbø nach Stirling kommen. Die involvierten Bibliothekarinnen sind natürlich zu Recht stolz auf diese große organisatorische Leistung und haben sich am Dienstag deswegen zum Fotoshootig am, auf und im Wallace Monument getroffen... und ich musste natürlich mit aufs Foto. Widerrede zwecklos!

Wie konnte es auch anders kommen? Der Tag des Fotoshootings, wurde der schottischte den ich bisher erleben durfte: Grauer Himmel, eine Wolkendecke die sich von oben herab bis auf die Spitzen der Ochil Hills erstreckte, peitschender Wind, Regen in all seinen Variationen und soviel William Wallace und Robert the Bruce Propa...äääh...Informationen, wie ich nur aufsaugen konnte.

Das erste Foto wurde werbewirksam, mit Monument im Hintergrund und Festivalbroschüre in der Hand, noch am Fuss des Gebäudes geschossen. Das Zweite sollte auf der Spitze entstehen. Ich wollte ja schon seit Tag eins mal auf das Türmchen kraxeln und so blieben mir die horrenden Kosten von £8.50 erspart. 246 Treppen und diverse Fotos später realisierte auch der Letzte, dass stürmischer Wind und gut sitzende Frisuren nicht miteinander vereinbar sind...  Und ich machte erstmal gemütlich mein Touri-Foto:


*Knipps*



Natürlich musste ich mir nach der ganzen Treppensteigerei auch noch die entsprechende Urkunde besorgen. Das "muss" meine ich wirklich so: Mir wurden von meinen Kollegen 50p in die Hand gedrückt  und ich wurde Richtung Shop dirigiert, damit ich zu Hause auch was zum an die Wand hängen hab. Und so sieht das "gute" Stück dann aus:

Beweis, dass ich ganz toll bin.

Jetzt harre ich nur noch gespannt den fertig entwickelten Aufnahmen.